Fünf Vorurteile übers Fechten – und was wirklich dran ist
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Fechten ist elitär - Stimmt nicht mehr.
Zwar war Fechten früher adeligen Männern vorbehalten, die sich damit auf das Kämpfen im Krieg oder auf Duelle vorbereiteten. Und auch das studentische Fechten bei den so genannten „schlagenden Verbindungen“ hatte viel mit Status zu tun. Aber diese Zeiten sind lange vorbei: Heute kommen Kinder nicht zum Fechten, weil „man es macht“, sondern weil sie zum Beispiel Piratenfilme gesehen haben und deshalb begeistert vom Fechten sind.
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Fechten ist teuer - Stimmt halb.
Das Fechten selbst kostet nicht mehr als andere Hallensportarten auch, im ETV zum Beispiel zahlen Erwachsene im Monat 21,00 €.
Die Kosten für die notwendige Ausrüstung allerdings belaufen sich auf einige Hundert euro – zumindest wenn man alle Teile neu kauft. Die gute Nachricht: Wer beim ETV mit dem Fechten beginnt, bekommt die Ausrüstung gestellt. Erst später, wenn der Anfänger weiß, dass er dabeibleiben möchte, lohnt es sich, eine eigene Ausrüstung zu kaufen. Wer nicht auf neuen Sachen besteht, findet günstige Teile auch im Internet.
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Fechten tut man nur in Tauberbischofsheim - Stimmt nicht.
Natürlich ist der Name Tauberbischofsheim eng mit dem Fechtsport verbunden, weil dort das Bundesleistungszentrum ist und der dortige Verein mehr Meister herorgebracht hat als jeder andere in Deutschland. Aber auch in anderen Städten wird engagiert und auf hohem Niveau gefochten.
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Fechten ist gefährlich - Stimmt nicht.
Im Vergleich mit vielen Ballsportarten ist Fechten sogar ausgesprochen sicher. Mehr als ein paar blaue Flecken und ab und zu einem verstauchten Knöchel kommen auch auf großen Turnieren kaum vor. Der Grund liegt in der Ausrüstung: Jeder Fechter ist von Kopf bis Fuß in einer Art kugelsicherem Gewebe geschützt, der Kopf von der Maske. Die Klingen sind aus einem Spezialstahl gefertigt, der fast unbegrenzt biegbar ist. Das verhindert, dass die Klinge bricht und scharfen Bruchkanten zu Verletzungen führen können. Der letzte tödliche Fecht-Unfall weltweit ereignete sich 1980 bei der Olympiade in Rom. Ursache war eine Verkettung unglücklicher Umstände und fehlerhafte Ausrüstung.
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Als Fechter muss man jung anfangen - Stimmt nicht.
Zwar gilt wie bei jeder Sportart: Es hilft, früh anzufangen, vor allem im Hochleistungssport. Aber es lohnt sich auch noch über 40, mit dem Fechten anzufangen. Denn das Tolle an dieser Sportart: Man muss nicht aufhören – weshalb es auch noch Senioren-Turniere gibt, an denen über achtzigjährige Fechter teilnehmen.